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Deutsche Schachjugend   Erfurter SK qualifiziert sich für die Endrunde in der AK u14
16.10.2018 von Klaus Steffan

In diesem Jahr fanden die Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaften der Altersklassen u10, u12, u14 und u20 in Saarbrücken statt. Für Thüringen startete der Erfurter ESK mit einer Mannschaft in der AK u14. Zum Team gehörten Momchil Korsov, Victoria und Margarethe Wagner sowie Paul Seinsoth.

Nach einer ca. 5-stündigen Autofahrt waren wir Thüringer endlich gegen 16.30 Uhr in der Jugendherberge angelangt. Dort warteten die vor uns angekommenen Mannschaften bereits seit ca. 2 Stunden auf den Veranstalter, um endlich ihrer Quartiere beziehen zu können. Und das, obwohl die Anmeldung laut Ausschreibung schon ab 15.00 Uhr vorgesehen war. Einer der Organisatoren kam gegen 17.00 Uhr gemütlich angeradelt und hatte natürlich alle Hände voll zu tun, um dem Chaos Herr zu werden. Einige Mannschaften –so auch wir- konnten die Zimmer nicht vor Spielbeginn beziehen. An Erholung und Vorbereitung auf die 1. Partie war nicht zu denken. Das blieb natürlich nicht ohne Folgen, insbesondere für die Mädchen, für die es ein besonders harter Tag war, da sie noch am Morgen die Schule besucht hatten. Unser Auftaktmatch gegen den Mitkonkurrenten um die Qualifikation, den Verein SF Schöneck, verloren wir unglücklich mit 1,5 zu 2,5. Victoria verpasste den schon sicher geglaubten Sieg und Margarethe verlor. Lediglich Paul konnte unsere Mannschaft mit einem schnellen Sieg vorübergehend in Führung bringen. Momchil, der an Brett 1 spielte, hatte einen schweren Stand und verlor im Endspiel. Als Sahnehäubchen durften die Kinder gegen 23.00 Uhr nun endlich auf Ihr Zimmer und ihre Betten beziehen.
Nach dem turbulenten Anreisetag galt es am nächsten Morgen, sich voll auf den Gegner Riegelsberg zu konzentrieren, um den ersehnten ersten Sieg einzufahren. Victoria gewann ihre Partie souverän und Momchil erspielte sich ein Remis. Paul hatte mit seinem König auf h3 einen schweren Stand und verlor. Margarethe erspielte sich eine Gewinnstellung und es sah nach einem knappen Sieg für uns aus. Doch dann verlor sie den Faden und stand plötzlich auf Verlust. Zu unserer großen Überraschung konnte sie die Partie jedoch noch retten, so dass wir noch unentschieden erspielten. In der dritten Runde gegen Regensburg hieß die Devise „Alles oder Nichts“. Ohne einen Mannschaftssieg konnte die begehrten Qualifikationsplätze 1 bis 3 nicht mehr erreicht werden. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, einem 3:1 Sieg, waren wir unserem Ziel wieder etwas näher gekommen. Lediglich Victoria war etwas betrübt aufgrund ihrer unnötigen Niederlage. Die 4. Runde sollte die Entscheidung bringen, ob wir uns für die Deutsche Vereinsmeisterschaften, die in diesem Jahr in der Weihnachtszeit in Magdeburg ausgetragen werden, qualifizieren.

Ausgerechnet gegen den bis dahin souveränen Spitzenreiter, den ESV Gera, musste ein Sieg erspielt werden, um noch den 3. Qualifikationsplatz zu erreichen. Ein keinesfalls leichtes Unterfangen. Momchil am Brett 1 stand gegen den Thüringenmeister Aaron Liebold immer leicht gedrückt, doch am Ende musste sein Gegner zufrieden sein, dass er ihn nicht über die Zeit hob. Victoria am Brett 2 kam nicht gut aus der Eröffnung. Sie stand sehr passiv. Doch als ihr Gegner patzte, konnte sie mit einem Angriff auf dem Turm eine Qualität gewinnen. Leider glaubte sie nicht mehr an eine Wende und verlor. Am Brett 4 machte Paul mit seinem Gegner im Endspiel kurzen Prozess und gewann sicher. Das Zünglein an der Waage war unser Kücken Margarethe. Die Deutsche Vizemeisterin musste gegen den Deutschen Vizemeister Nikita Schubert antreten. In Zeitnot übersah Nikita eine Springergabel und verlor. Der große Kampfgeist und etwas Glück hatten der Mannschaft letztendlich zum Sieg gegen die Geraer verholfen. Doch das Allerbeste kam zum Schluss. Zur allgemeinen Über-raschung aller gab der Gastgeber während der Siegerehrung bekannt, dass die Schachfreunde aus Riegelsberg zwei nicht spielberechtigte Spieler aufgestellt hatten und daher nicht spielberechtigt waren. Da stellt sich die Frage, warum dies nicht bereits schon früher mitgeteilt worden war.


Thomas Pähtz


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