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Erfurter Schachklub   ESK U12 - Thüringer Mannschaftsmeister
21.06.2016 von J. Brueggemann

Vom 17.06. bis zum 19.06.2016 fand in Gera die ThMM U12 der Thüringer Schachjugend im Berufsbildungs- und Technologiezentrum der Handwerkskammer für Ostthüringen, Bildungsstätte Gera, statt.

Beginnen möchte man mit einem wirklich großen Lob an den Ausrichter, den ESV Gera, vertreten durch den Turnierleiter Thorsten Kirchner und den Organisator Dieter Hilbig sowie weitere hilfreiche Hände, die zum ersten Mal eine Thüringer Meisterschaft ausgerichtet haben. Nicht nur das Objekt war gut ausgesucht; auch die Betreuung und die Bemühungen haben einen bleibenden positiven Eindruck hinterlassen, der über den Ausdruck „Schachfreund“ hinausgeht. Vielen Dank hierfür!

Unsere Mannschaft, am Brett 1 überragend stark besetzt mit Momchil Kosev (11 Jahre), am Brett 2 mit Paul Seinsoth, Brett 3 mit Victoria Wagner und am Brett 4, unser starkes Küken Margarethe Wagner (11 Jahre). In Reserve der 9-jährige Maurice Seinsoth.
Nach unserer Anreise und dem frühen Abendessen fand die Auslosung der Partien statt, die für uns als ersten Gegner den Schachklub Weida brachte, den wir nicht richtig einschätzen konnten. Der etwas geringeren DWZ Zahl stand die frische Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften gegenüber.
Zwischen Abendessen und Auslosung fand aber schon ein inoffizielles Mini-Turnier zwischen der U12 vom ESK und der U16 aus Suhl auf dem Bolzplatz statt, welches auch am Folgetag durch den ESK dominiert wurde. Die Spieler aus Suhl zeigten sich hier als absolut faire Spieler mit hohem Sympathiefaktor aus. Gerne einmal wieder! Es hat allen richtig Spaß gemacht.

Der erste Spieltag begann mit Höhen und Tiefen- wie alle Begegnungen an diesen beiden Tagen. Die Bretter 3 und 4 konnten die Partien klar für sich entscheiden, Paul verlor durch eine Unüberlegtheit in schwieriger Stellung und am Brett 1 endete die Partie trotz 250 DWZ höherer Nominierung mit Remis. Aber die ersten Mannschaftspunkte waren geholt und brachten Schwung für den nächsten Gegner, Empor Erfurt. Schon bei der Qualifikation endete die letzte Begegnung der beiden Mannschaften mit 1,5:2,5 für Empor. Auch an diesem Tag sollte es nicht für die vollen Mannschaftspunkte reichen. Momchil und Paul siegten, Viktoria und Margarethe mussten sich leider geschlagen geben.
Die dritte Runde konnten wir dann klar mit 3:1 für uns gegen den ESV Gera 2 entscheiden. An Brett 4 hatte Margarethe in der zweiten Runde bis zum Schluss gespielt und hatte nur wenige Minuten Erholung, so dass sie hier nicht mehr ausreichend Kraft hatte.
Zwischenzeitlich verlor Empor mit 1: 3 gegen den ESV Gera 1, so dass klar war, gegen welche Mannschaft die Entscheidung fallen würde.

Der zweite Tag mit der vierten Partie brachte uns als ersten den DWZ leichtesten Gegner aus Nordhausen, bei denen wir mit 4 Punkten nichts liegen ließen.

Nach dem Mittag kam nun das Schlussduell, bei dem es für uns um alles ging. Die ersten beiden Mannschaften würden zur Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaft fahren dürfen- aber je nach Brettpunkten konnten wir immer noch auf dem 3. Platz landen.

Die Partien begannen sehr unterschiedlich. Das sonst so bedächtige Brett 1 tauschte kurzfristig mehrere Figuren, gaben auf beiden Seiten durch Ungenauigkeiten Vorteile her und ließen dann das Spiel abflachen.
Brett 4 verlor in der Eröffnung einen Bauern und versuchte Kompensation zu erreichen, was einem weiteren Bauern das Leben kostete und die Partie in verlorene Stellung übergehen ließ.
Paul spielte entgegen seiner sonstigen Art ruhig, langsam und bedächtig und überlegte lange. Einmal scheinbar zu lange und übersah dabei fatalerweise einen gegnerischen Zug der einen Qualitätsverlust bedeutete.
Brett 3 war solide aufgebaut, jedoch ohne dass sich irgendeine klare Gewinnmöglichkeit abzeichnete.
Schon sahen wir unsere Felle dahin schwimmen und selbst Joachim Brüggemann musste erst einmal spazieren gehen.
Dann ging es Schlag auf Schlag. Brett 1 remisierte durch 3-fache Stellungswiederholung, Paul konnte an Brett 2 durch aktivere Stellung und gutes Gegenspiel ebenfalls das Remis retten und an Brett 4 übersah der Gegner das einzügige Matt in das er sich selbst manöverierte. Margarethe die kleine Kämpferin jedoch nicht! 2:1 für uns und alles war wieder möglich.
Scheinbar gab auch das Brett 3 die nötigen Impulse und plötzlich war nach der Zeitkontrolle der Gegner regelrecht angenagelt. In der 9. von 15 Minuten Verlängerung hat dann Viktoria ihrem Namen alle Ehre gemacht und mit dem Sieg die klare Entscheidung und den Meistertitel für die Mannschaft geholt.

Nun wollen wir mit wehender Vereinsflagge zur Mitteldeutschen Vereinsmeisterschaft nach Bitburg im September.

Mal sehen.
Jürgen Seinsoth


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